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Drei Kreuze XXX

x Starke Erschöpfung

Ich sitze über den Unterlagen, mit denen ich  das Ausmaß meiner Hoffnungslosigkeit da legen soll. Um in eine Kategorie, ein Muster zu passen. 
Eines was hilft mich zu verstehen. Der stumpfe Bleistift zeichnet ein paar scharfe Kreuze in die vorgegebenen Kästchen.

x Vergesslichkeit

Ich vergesse, ständig und viel. Wenn mir Bekante von damals gemeinsam Erlebtes schildern oder meine Freundin sich bedankt für meine Worte, 
die ihr weiter geholfen haben, klingen sie fremd und ausgedacht. Ich erinnere mich nicht. Nicht an sie, nicht an die Situation, nicht an meine Kindheit, 
nicht daran, dass ich an der Kasse nach gelben Säcken fragen wollte. Ich vergesse Termine, Verabredungen und Geburtstage, Namen und Zusammenhänge.
Ich vergesse mich. Mich zu entschuldigen mich nach dem Befinden anderer zu erkundigen, mich nicht immer wieder in diese Lage zu bringen.

Denn niemals niemals vergesse ich dich. Nicht wie du riechst oder schmeckst oder wie dein Zahn hervor lugt, wenn du den Mund nicht ganz schließt. 
Nicht wie es sich anfühlt wenn du mir zuzwinkerst und mir alberne Kosenamen gibst. Ich vergesse keine dieser Albernheiten. 
Nicht den Windhauch der durch dein Haar strich als wir uns zuletzt sahen. Ich vergesse niemals das Gefühl wie es war, als ich noch alles für dich gewesen bin. 
Nicht dein Worte zum Abschied "Ich bin weder dein Problem, noch deine Lösung." Ich vergesse keine deiner Gesten, deiner Eigenarten, deiner Unarten. 
Ich vergesse weder die Heldentaten noch den Schmerz, den du über mich brachtest. Er brennt und sticht wie frisch vernäht. Ich vergesse nicht die Tiefe die uns verbindet und die niemand je erreichen wird. Ich vergesse keinen Tag, keinen Moment in dem wir uns küssten.
Und ich kann einfach nicht vergessen dich zu lieben.

x Niedergeschlagenheit

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